Die
Erkrankung des verschleppten kariösen Zahnes und seiner Umgebung
führt oft dazu, dass der Zahn nicht zu retten ist und entfernt
werden muss. Von dem abgestorbenen (avitalen) Zahn trägt
sich die Infektion auf die Wurzelspitze und die umliegenden
Knochen über, und löst eine Entzündung aus. Infolge dieser
Entzündung schwellen die Gewebe um den kariösen Zahn an und
lockern sich auf, das schliesslich die Lockerung, die Bewegung,
sowie die taktile, schmerzhafte Sensibilität des Zahnes bewirkt,
es kann ferner dabei auch Fieber und Fieberschauer (Fieberfrost)
vorkommen. Eine Entzündung um die oberen Zähne kann zu einer
Kieferhöhlenentzündung führen. Es kommt zu einer unvermeidbaren
Entfernung des Zahnes, wenn dieser (Herdzahn) eine kronische
Entzündung auslöst und aufrechterhält. In diesen Fällen ist
auf der Röntgenaufnahme ein Abszess (Eiteransammlung) um
die Wurzelspitze zu sehen. In gewissen Fällen müssen sogar
auch gesunde Zähne entfernt werden, wie z.B. die kleineren
Mahlzähne bei der Orthodontie (Gebissausrichtung), die Beschwerden
verursachenden Weisheits- oder Eckzähne, bzw. die einem Zahnersatz
als Hinderniss vorliegenden, fehlstehenden Zähne oder ganz
einfach die besonders lockeren Zähne.
Aufgaben vor dem Eingriff
Der Zahnextraktion soll
in jedem Fall eine zahnärztliche Untersuchung durch Ertasten
mit Fingern und Perkussion (Beklopfen) zuvorkommen. Die
Anfertigung einer Visiographen-Röntgenaufnahme ist
ebenfalls notwendig um zu entscheiden, ob es um eine
einfache Zahnentfernung geht oder eine operative Zahnextraktion erforderlich ist.
Der Eingriff ist in beiden Fällen sofort durchführbar,
denn sowohl der Facharzt für zahnärztliche Chirurgie als
auch der stomatologische (mundchirurgische) OP-Raum stehen
Vorort zur Vefügung. Vor dem Eingriff ist zu essen empfehlenswert,
weil eine Nahrungsaufnahme für 3- 4 Stunden nach der Eingabe
der Betäubungsspritze, d.h. solange die erstarrende Wirkung
des Lokalanästhetikums anhält, nicht möglich ist.
Einfache Zahnentfernung
Der Eingriff wird in
Lokalanästhesie in der Form einer 2%-igen Lidocain-Spritze durchgeführt.
Nachdem sich der Arzt von der Betäubung, der Unempfindlichkeit
des zu operierenden Gebiets vergewissert hat, legt er
die Zange -unter vorheriger Abklappung des Zahnfleisches
vom Zahn mittels eines speziellen Abdrückinstru-menten,
um damit eine Verletzung der Schleimhaut zu verhindern-
auf den Zahn auf, und entfernt ihn aus dem Knochenfach.
Wird einem ein entzündeter, herdförmiger Zahn gezogen,
hat der Zahnarzt zugleich auch die Wundhöhle zu säubern
d.h. das in dieser befindliche entzündete Gewebe aus
dieser auch zu entfernen. Die Wundlippen werden dann
vom Arzt mit einem leichten Druck einander näher gebracht.
Für 15 Minuten nach dem Eingriff hat der Patient auf
ein Schwämmchen bzw.einen Aufbisstupfer zu beissen. Nach
dem Aufhören der Blutung wird der Patient aus der Klinik
entlassen.
Operative Zahnextraktion
In vielen Fällen ist eine
einfache, herkömmliche Zahnentfernung nicht möglich,
wo es dann zu einer operatíven Zahnextraktion kommen
soll. Das sind die Fälle, wenn z.B. die Zahnkrone oder
der Zahnhals infolge der Karies insoweit zerstört, beschädigt
ist, dass der Zahn bei der Auflage der Zange bzw. unter
dessen Druck zusammenbricht, oder wenn auf der Röntgenaufnahme
sichtbar ist, dass die Zahnwurzel stark gekrümmt, manchmal
sogar abgewinkelt oder abstehend ist. Bei eingekeilten
Weisheitszähnen und Augenzähnen, bzw. bei den oberen
Mahlzähnen, wo aus der Röntgenaufnahme hervorgeht, dass
die Kieferhöhle der Zahnwurzel sehr nahe liegt, und daher
mit einer Eröffnung des Kieferhöhlensystems zu rechnen
ist, ist ebenfalls die operative Entfernung des Zahnes
indiziert.
Ablauf der Operation
Der Eingriff wird ambulant,
in Lokalanästhesie durchgeführt, wo dem Patienten das
zu operierende Gebiet mit einer 2%-igen Lidocainspritze
ausgiebig betäubt wird. Um den Zahn wird dann durch einen
Schnitt ein Lappen präpariert, das Zahnfleisch abgelöst,
der Knochen um die Wurzeln mit einem Meissel ausgeschnitten
und schliesslich der Zahn entfernt. Das entzündete Gewebe
muss aus der Wundhöhle ebenfalls entfernt werden. Die
Unebenheiten der knöchernen Rände des Zahnfaches (Alveole)
werden mithilfe einer Knochenzange korrigiert. Im Abschluss
werden die Wundlippen einander angepasst und den OP-Bereich
durch Nähte verschlossen. Bei Bedarf wird dem Patienten
nach dem Eingriff eine blutstillende Spritze gegeben.
Der Patient hat für ca. 30 Minuten auf einen Aufbisstupfer
aufzubeissen, und kann dann nach dem Aufhören der Blutung
die Klinik verlassen.
Mögliche Komplikationen nach der Zahnextraktion
Bei der Entfernung des
Zahnes kann es zu einem Bruch des Alveolarfortsatzes
kommen, die infolge dessen zürückbleibenden kleine Splitter
sich im späteren durch das Zahnfleisch abgestossen werden
. Es kann ferner bei der Zahnextraktion auch das Zahnfleisch
mehr oder weniger zerstört werden, bzw. der Mundwinkel
einreissen oder ein Herpes an den Lipen entstehen. In
manchen Fällen können die Nachbarzähne locker
werden oder die grösseren
Füllungen aus diesen herausfallen.
Bei den oberen Zähnen kann es die Eröffnung der Oberkieferhöhle,
bzw. bei den unteren Weisheitszähnen die Verletzung der
sich im Unetenkiefer verlaufenden Sinnesnerven (Gefühlsnerven)
-oft verbunden mit der Erstarrung des OP-Gebiets sogar
für ein halbes Jahr- zur Folge haben. Die obigen Komplikationen können in der Regel eher bei der einfachen Zahnentfernung
als mögliche Folgen auftreten, im allgemeinen steht also
fest, dass die operative Zahnextraktion eine
sicherere Lösung und einen schnelleren Heilungsverlauf
bietet.
Aufgaben nach der Zahnentfernung
Sickerblutung nach der
Zahnentfernung kann auch noch zu Hause vorkommen, der
Patient hat in solchen Fällen einen Tupfer aus steriler
Gaze zu machen, auf die Wunde zu legen und aufzubeissen.
Die Wunde zu saugen (säugern) oder mit Wasser zu spülen
ist untersagt, denn es kann zu erneuter Blutung führen.
Die Mundspülung 2-3 mal täglich mit Chlorhexamed nach
dem Zähneputzen ist hingegen umsomehr empfehlenswert,
um den Mundraum entsprechend zu desinfizieren Am Abend
des Eingriffs sind nur die Zähne zu putzen, am nächsten
Morgen dann auch die Wunde mit der auf der Zahnbürste
bereits ausreichend aufgeschäumten Zahnpaste zu reinigen.
Eine Kompresse auf das Gesicht zu legen oder es mit Kissen
zu wärmen ist verboten, sondern man hat auf die Schwellung
5-6 mal täglich für je 1-2 Minuten Eis aufzulegen. Bei
der Entfernung von oberen Zähnen sollte man auf das Schneuzen
für ein Paar Tage verzichten und sich für 7-8 Tage von
physischen Überlastungen und Arbeiten enthalten. Beim
Schlafen sollte der Kopf aufgestützt werden. Der Patient
kann Schmerztabletten Je nach Bedarf nehmen. Antibiotkaeinnahme
ist nur aufgrund ärztlicher Anweisungen zulässig. Die
nach einer operativen Zahnextraktion gesetzten Nähte
werden 5-7 Tage nach dem Eingriff entfernt. Bei eventuellem
Auftreten von Beschwerden gleich welche rufen Sie Ihren
behandelnden Arzt sofort an.
Kosten für die einfache
Zahnentfernung
8.000 HUF > Euro
Für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 4.000
HUF > Euro
Kosten für die operative Zahnextraktion
12.000 - 25.000 HUF > Euro
Für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 4.000 HUF > Euro
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
Bauchplastik |
Behandlung von Akne |
Behandlung von Pigmentflecken |
Brustvergrösserung |
Brustverkleinerung |
Chirurgie |
Entfernung von Haargefässen |
Entfernung von Lipomen |
Entfernung von Pigmentmalen |
Entfernung von Viruswarzen |
Endgültige Enthaarung |
Gynäkologie |
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde |
Hämorrhoidektomie |
Krampfaderentfernung |
Nasenplastik |
Operation von Brüchen |
Orthopädie |
Plastische Chirurgie |
Urologie |
Vorhautverengung |
Zahnheilkunde
Sitemap
- english |
Sitemap
- magyar |
Sitemap
- deutsch
|