Ist
die Karies soweit fortgeschritten, dass sie schon in die
sich in der Zahnpulpa befindliche Kammer (Wurzelkanal) einschl.
Gefässe und Nerven übergreift oder zumindest an diese herankommt,
kann eine Pulpitis (Zahnpulpaentzündung) entstehen. Ein anderer
Grund, der eine Wurzelbehandlung unausweichlich macht, ist
das Absterben (Nekrose) des Zahnes infolge einer zu grossen
Füllung oder einer zu weit fortgeschrittenen Karies von grossem
Ausmass. Da es im nekrotischen Zahn keine Blutzirkulation (Blutkreislauf) mehr gibt, kann das Blut die Bakterien vom
Zahn nicht mehr wegfördern, die sich dann im Zahnhalteapparat
und dem umliegenden Knochen vermehren und somit eine Entzündung
auslösen können. Die demnach in der Regel entstehenden entzündlichen
Herdzähne können Ursache bzw. Auslöser und erhaltende Herde
von anderen entzündlichen Krankheiten des Organismus (fleckenmässiger
Haarausfall, Hautausschlag, ophtalmologische, urologische
und Gelenkentzündungen usw.) sein. Die Zahnpulpa kann auch
bei einem (ab)gebrochen Zahn sowie bei einer fortgeschrittenen
Paradontose von grossem Ausmass infiziert werden, wenn die
Zähne im Zahnbett durch den in üngenügender Menge verfügbaren
Knochen nicht entsprechend bedeckt sind. Wenn zur Anbringung
der Krone eine sogenannte Stutzenpräparation an den Frontzähnen
und den kleinen Backzähnen erforderlich ist, sind diese Zähne
praktisch in jedem Fall zunächst wurzelbehandelt werden,
weil vom Zahn viel Zahnhartsubstanz abzutragen, d.h. zu schleifen
ist, um der Krone genügend Platz sicherzustellen.
Symptome, die auf die Notwendigkeit
einer Wurzelbehandlung hinweisen
Diese Symptome sind in leichteren
Fällen die auf Kälte oder beim Verzehr von Süssigkeiten auftretenden,
heftigen Schmerzen, die jedoch nach dem Aufhören der Reizung
allmählich vergehen. Die Schmerzen sind bei Tage eher dumpf,
sie nehmen jedoch nachts bei waagerechter Körperlage in der
Regel zu, und können sogar unerträglich werden. Um den Zahn
können sich starke pulsierende Schmerzen, Spanngefühl, sowie
Aufbissempfindlichkeit zeigen. In schwereren Fällen kann
das Gesicht sogar anschwellen.
Aufgaben vor dem Eingriff
Vor dem Eingriff ist eine
eingehende zahnärztliche Untersuchung, und eine Visiographen-Röntgenaufnahme über den kranken Zahn und dessen Umgebung notwendig. Im Zuge
des darauffolgenden Vorgesprächs (Beratungsgesprächs) erhält
der Patient eine eingehende Auskunft über den geplanten Eingriff,
die angewendete Anästhesieform, die verwendeten Materialien,
die möglichen Komplikationen, sowie über die Aufgaben nach
der Operation. Vor jedem zahnärztlichen Eingriff ist zu essen
empfehlenswert, weil eine Nahrungsaufnahme für 3-4 Stunden
nach der Eingabe der Betäubungsspritze, d.h. solange die
erstarrende Wirkung des Lokalanästhetikums anhält, nicht
möglich ist.
Die Wurzelbehandlung
Wird die Wurzelbehandlubng
aus einem Grund welche auch immer durchgeführt, hat man praktisch
in jedem Fall ein ähnliches Verfahren zu befolgen. Nach der Lokalanästhesie (mit einer 2%-igen Lidocainspritze), die überschüssigen kariösen
Teile mit einem Bohrer entfernt. Die Wurzelkanäle werden dann
mittels steriler Nadeln durch feilende, dehnende (ausweitende)
Operationen freigelegt, und die in dem Wurzelkanal veerlaufenden
Blutgefäss- und Nervengebilde (-Gewebe) mechanisch entfernt,
wobei der Wurzelkanal mit Desinfektionsmittel durchgespült
wird um damit die Anzahl der sich vermehrten Bakterien auch
chemisch zu verringern. Langsam fortschreitend machen wir
laufend Röntgenaufnahmen um festzustellen,
wann die in den Wurzelkanal eingeführte Nadel das Ende des
Wurzelkanals erreicht. Nach
der Freilegung sämtlicher Wurzelkanäle folgt
eine Durchspülung und Trocknung. Die Füllung der Wurzelkanäle
erfolgt mit den
modernsten Füllungsmaterialien, um eine hermetische Abdichtung
und somit einen perfekten Verschluss der Kanäle zu erzielen.
In den meisten Fällen können wir den Eingriff in einer Sitzung
durchführen. Geht es um bereits nektrotischen Zähne,
legt man für eine Woche Medikamente in den Wurzelkanal und
versieht
ihn dann mit einer provisorischen Füllung, um die Anzahl der
Bakterien auf das möglich geringste zu reduzieren. Die
endgültige Füllung wird in diesem Fall in einer nächsten Sitzung
durchgeführt.
Der Preis für die Wurzefüllung hängt von der Anzahl der in
dem jeweiligen Zahn befindlichen Kanälen.
Mögliche Komplikationen nach
der Wurzelfüllung
Die vor kurzem wurzelgefüllte
Zähne können einige Tage aufbissempfindlich sein. Da es in
den wurzelbehandelten Zähnen keine Bluzirkulation mehr vorhanden
ist., trocknen die Zähne aus und werden daher brüchig. Um
einem Abbruch der Krone zu entgehen empfiehlt es sich die
wurzelbehandelten Zähne mit einer künstlichen Krone zu versehen.
Kosten
15.000 - 25.000 HUF > Euro
Für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 4.000 HUF > Euro
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
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