Hämorrhoide
gilt als Volkskrankheit, durch die ca. 20 % der erwachsenen
Bevölkerung betroffen ist. Der Krankheitsverlauf beginnt
durch die pathologische Erweiterung der Venen unter der Schleimhaut,
und geht etwa 4-5 cm von der Afteröffnung aus. Da spricht
man über einen inneren hämorrhoidalen Knoten. Die sich immer
mehr erweiternden Venen und damit auch die Schleimhaut wachsen
langsam, bis sie schliesslich vor die Afteröffnung treten.
Dabei handelt es sich gemäss der Gemeinsprache um äussere
hämorrhoidale Knoten. Die Hämorrhoide wird durch das chirurgische
Fach aufgrund des Schweregrades in Kategorien (Stadien) I.
bis IV. eingestuft, unterteilt. Die Krankheit erzeugt verschiedene
Symptome wie Jucken, Blutung, Schmerzen u.a. Auf Basis der
hämorrhoidalen Beschwerden kann es auch zu verschiedenen
Komplikationen wie z.B. Schleimhautfissuren, Venenthrombose,
Blutung kommen, die heftige Schmerzen verursachen, und gerade
der Grund dafür sind, dass der Kranke seinen Hausarzt nicht
aufsucht. Eine weitere unangenehme Komplikation darüber hinaus
ist der Vorfall (Prolaps) der Enddarmschleimhaut, der -durch
die Hemmung der Funktion des Afterschliessmuskels- zu einem
unkontrollierbaren, ungewollten Darmwindabgang, einer Stuhlinkontinenz
und der Verschmutzung der Unterwäsche führen kann.
Behandlungsalternativen
Bei der Behandlung der Hämorrhoide
kommen mehrere Therapieformen in Betracht. Als entscheidend
bei der Auswahl des entsprechenden Behandlungsverfahrens
gelten vor allem die Umstände, in wieweit die zu behandelnde
Hämorrhoide fortge-schritten ist, d.h. in welchem Stadium
sie sich befindet. Hemorrhhoiden im ersten Stadium lassen sich durch Anwendung
von verschiedenen Hemorrhoidalsalben und Zäpfchen sowie
durch die Regulierung der Stuhlentleerung erfolgreich
behandeln. Im Stadium II kann die sogenannte vakuumtechnische Gummibandligatur
(Abbinden oder Abschnürung) angewandt werden. Bei Hemorrhoiden
in den Stadien III und IV kommen chirurgische Eingriffe
in Betracht. Aufgrund der Erfahrungen der letzten zehn Jahre führen
wir Hämorrhoidektomien ausschliesslich mit Lasertechnik durch.
Untersuchung und Beratungsgespräch
Der Operation soll eine von
einem Chirurgen durchzuführende Proktoskopie (Mast-darmspiegelung)
zuvorkommen, die zugleich eine Krebsvorsorgeuntersuchung ist. Hierbei wird der untere, 20-25 cm lange Trakt des Enddarmes
untersucht. Im Anschluss an diese Untersuchung berichtet
der Arzt den Patienten u.a. über seinen Status (Zustand),
die in Betracht kommenden möglichen Therapieformen, sowie
über die in unserer Klinik mit Co2 Laser durchgeführte Hämmorhoidektomie.
Hierbei kommt die Rede auf die Tageschirurgie als spezielle
Behandlungsform, die eventuell erforderlichen zusätzlichen
Untersuchungen (MRT, EKG, abdominale Ultraschalluntersuchung,
interne medizinische Untersuchungen, usw.) die Anästhesiearten,
die möglichen Komplikationen, die während des Heilungsverlaufs
eventuell auftretenden Probleme und Beschwerden, d.h. alle
Informationen, die für den Patienten notwendig sind um sich
für eine der Behandlungsformen oder Operationsarten entscheiden
zu können.
Kosten für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 10.000 HUF > Euro
Die Tageschirurgie
Im wesentlichen besteht die
Tageschirurgie darin, dass der Patient die operierende Klinik,
in der Regel nach ein Paar Stunden Beobachtung, jedoch spätestens
innerhalb von 24 Stunden nach der Operation mit einem Begleiter
auf eigenen Füssen verlassen kann, sodann der weitere Heilungsverlauf
bereits zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie gelten strenge
berufliche, soziale und sonstige, durch das Gesetz geregelte
Voraussetzungen und Anforderungen, über die man im Laufe
des Beratungsgesprächs eine Auskunft erst dann erhält, als
bereits konkret über den Verlauf der Operation gesprochen
wird (die Tageschirurgie setzt u.a. der allgemein guter physikalische
Zustand des Patienten ohne schwere Systemerkrankung vor,
der Patient hat ferner für die Organisierung seiner Heimbeförderung
und seiner Pflege zu Hause Sorge zu tragen, er soll über
ein Telefon verfügen, um sich bei Problemen oder Beschwerden
mit der Klinik und dem operierenden Arzt jederzeit in Verbindung
setzen zu können, usw.).
Aufgaben vor der Operation
Der sich am Tag der Operation, im abgestimmten Zeitpunkt darstellende Patient sollte seine Laborergebnisse, Pantoffeln, und ein Nachthemd (Pyjama) mitbringen. Bevor der Patient im Krankensaal ein Bett bekommt, muss eine "ERKLÄRUNG" unterschreiben, in der er die Klinik mit der Durchführung der Operation beauftragt. Dabei muss er die Wundbehandlung zu Hause auch übernehmen. Wichtig!
Hinsichtlich darauf, dass die Operation in Vollnarkose durchgeführt wird, man darf bis 24:00 Uhr des vorherigen Tages essen und trinken; für die Operation muss man mit leerem Magen kommen!
Wir bitten Sie, die regelmäßig einzunehmenden Medikamente im üblichen Zeitpunkt und in der vorgeschriebenen Dose einzunehmen! Nehmen Sie bitte die in der Früh einzunehmenden Medikamente zu Hause, vor der Abfahrt ein, wenn Sie solche Pillen auch haben, die tagsüber auch eingenommen werden müssen, nehmen Sie bitte diese auf die Klinik auch mit!
Vor der Operation sind die Einnahme vom Abführmittel, sowie ein Darmeinlauf untersagt!
Die Hämorrhoidektomie
Am Tage der Operation werden
zunächst die notwendigen Laboruntersuchungen durhcgeführt,
dann schreibt der Patient die Zustimmungserklärung unter,
in der er sein Einverständnis zur Operation gibt, und zahlt
die Operationsgebühr ein. Unmittelbar vor der Operation geben
wir ihm eine Vorbereitungsspritze bestehend aus einer Kombination
von Schmerzstillungs- und Beruhigungsmitteln. Die Operation
kann in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung), Spinalanästhesie (ev. Epiduralanästhesie) oder in Vollnarkose durchgeführt
werden. Den grössten Teil der operativen Eingriffe führen
wir in Lokalanästhesie durch, indem wir dem Patienten ins
Operationsgebiet eine 1%- ige Lidocainlösung einspritzen.
Dann entfernen wir mit Lasern die in der typischen Richtung
liegenden Hemorrhoidalknoten. Nach der Operation bleiben
drei nicht blutende Schleimahutwunde von je 4 x 1 cm gross
zurück. Der Laser "schweisst" praktisch den Schnittverlauf
(Schnittführung) ab, es ist daher nicht mehr notwendig die
Schleimhaut mit blutstillenden Nähten zu nähen, die demnach "offen
bleibt", wodurch sich das nach der Operation entstehende
Ödem ungestört entleeren und somit eine durch das Ödem verursachte
Spannung vermieden werden kann, das die Schmerzen nach der
Operation wesentlich verringert und die Entlassung des Patienten
aus der Klinik nach der Operation gleichentags ermöglicht.
Die Operation dauert 15-25
Minuten.
Mögliche Komplikationen
Die Komplikationsfreiheit eines operativen Eingriffs kann von keinem Arzt garantiert werden. Auch bei dem vorsichtigsten operativen Eingriff können Komplikationen auftreten. Eine frühe Komplikation kann die Nachblutung nach der Goldaderoperation sein, welche obwohl mit dieser Operationstechnik sehr selten vorkommt, aber für die volle Sicherheit ist eine Beobachtungszeit von 6-8 Stunden nach der Operation erforderlich. Fieber kann am Abend des Operationstages und erhöhte Temperatur am darauf folgenden Tag vorkommen. Kleinere Blutung in den ersten paar Tagen, später eventuell bei Darmentleerung gibt keinen Grund für Sorgen. Bei dauerhaftem Anstieg der Temperatur, Fieber, Blutung können Sie Ihren operierenden Arzt rund um die Uhr erreichen, der für die Lösung der Komplikation sorgt. Der Entstehung von sowohl frühen (Blutung) als auch späten Komplikationen (erneuerter Eintritt, Darmöffnungsstenose) kann teilweise mit einer mit entsprechender Sorgfalt durchgeführten Operation, teilweise mit der genauen Einhaltung der Wundbehandlung daheim und der Ernährungsratschläge vorbeugt werden. Es ist wichtig, wenn Sie die Entstehung irgendwelcher Komplikation entdecken oder deren Möglichkeit irgendwie auftaucht, suchen Sie Ihren operierenden Arzt auf. Die Laserwunde hat eine besondere Heilung, deshalb kann die Beseitigung jeder auftretenden frühen und späten Komplikation - wegen des nicht allgemeinen Verfahrens - für die Arztkollegen, die in dieser Technik nicht kundig sind, auf Schwierigkeiten stoßen, eventuell kann auch vorkommen, dass mit der Auswahl der nicht entsprechenden Therapielösung eben die Ausbildung der unerwünschten Komplikation unterstützt wird.
Aufgaben nach der Operation
Der Operation folgt im Allgemeinen eine Beobachtungszeit von 6-8 Stunden, dann darf der Patient auf den eigenen Füssen mit einem Begleiter die Klinik verlassen. In der ersten Woche soll von der physischen Belastung Abstand genommen werden, eine ständige Bettruhe ist nicht erforderlich. Die Schmerze nach der Operation tritt in den ersten 8 bis 14 Tagen manchmal spontan, aber in erster Linie bei Darmentleerung auf. Die Schmerze ist im Verhältnis mit der Wichtigkeit der durchgeführten Operation, also sie ist nach der Operation einer Goldader der Stufe 4 - äußere - intensiver. Für Schmelzlinderung bewährte sich die gemeinsame Anwendung der Tablette und des Suppositoriums, mit dem temporären Eisen des Operationsbereiches sowie mit Kamillensitzbad ergänzt. Es ist besonders wichtig, das Dejekt während der Heilungszeit zu bereinigen (regelmäßiges weiches Dejekt), wir bitten Sie, die beigefügten Ernährungsratschläge genau einzuhalten. Das Einnehmen von 3x1 Esslöffel Paraffinöl am Tag ist empfohlen, es ist nicht erforderlich, sonstige Abführmittel zu verwenden. Fieber kann am Abend des Operationstages und erhöhte Temperatur am darauf folgenden Tag vorkommen. Wenn sie mehr als einen Tag dauert, rufen Sie Ihren operierenden Arzt sofort an, der Antibiotika vorschlägt. Nach der Operation können um die Darmöffnung schmerzhafte Anschwellungen entstehen, die sind ödematische Hautansätze, welche die Folgen der Operation sind (keine wieder aufgetretenen Goldadern!) und saugen sich nur langsam, nach Wochen oder Monaten ein. Es ist nichts mit ihnen zu tun, das Einsaugen kann mit Eisen beschleunigt werden. Eine kleine Blutung in den ersten paar Tagen, später bei Darmentleerung gibt keinen Grund für Sorge ab. Die Sekretion der Wunde ist für 3-4 Wochen normal, das Tragen von Reinheitseinlagen ist empfohlen. Die gesamte Heilungszeit beträgt vier Wochen, während dessen ist physische Schonung erforderlich, geistige Arbeit kann auch während dieser Zeit ausgeübt werden. Die erste Kontrolle ist in zwei Wochen fällig, dann wird der Heilungsvorgang kontrolliert, die zweite Kontrolle erfolgt in der darauf folgenden vierten Woche, dann sehen wir den geheilten Zustand an.
Kosten
Für Patienten mit gültiger Sozialversicherungs-ID-Karte (TAJ):
In Lokalanästhesie durchgeführte Operationen: 0 HUF (von OEP bezahlt)
Für die Vollnarkose: 40.000 HUF (wird vom Patienten bezahlt) > Euro
Pflege-/Betreuungsgebühr pro Nacht: 0 HUF
Gebühr für die Kontroluntersuchungen: 0 HUF (von OEP bezahlt)
Für unsere Patienten sichern wir klimatisierte Ein- oder Doppelbettkrankensäle mit Fernseher, Telefon und WiFi ausgestattet, wir sichern einen persönlichen Pfleger und Speise, welche keine weiteren Kosten für den Patienten bedeuten.
Für Patienten mit keiner gültiger Sozialversicherungs-ID-Karte (TAJ): Weiter...
In Lokalanästhesie durchgeführte Operationen: 120.000 - 160.000 HUF > Euro
Für die Vollnarkose: 80.000 HUF > Euro
Pflege-/Betreuungsgebühr pro Nacht: 30.000 HUF > Euro
Gebühr für die Kontroluntersuchungen: 5.000 HUF > Euro
50% der jeweiligen Gebühr ist als Vorschuss anlässlich der Anmeldung zur Operation anzuzahlen.
Die oben angeführten Preise sind informativ, die effektiven Gebühren können von diesen in Abhängigkeit des Schweregrades der Krankheit abweichen.
Für unsere Patienten sichern wir klimatisierte Ein- oder Doppelbettkrankensäle mit Fernseher, Telefon und WiFi ausgestattet, wir sichern einen persönlichen Pfleger und Speise.
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
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