Die
Rachenmandel ist ein aus lymphatischem Gewebe bestehendes,
paariges Organ
unseres Organismus, sie sitzt beidseits des Zungengrunds
im Rachen. Von der Oberfläche der schwammartig (spongioid)
strukturierten Mandeln her führen Gänge ins Mandelinnere,
in dem sich auch unter normalen Umständen Bakterien, abgestorbene
(nekrotische) Epithelzellen, sowie Speisereste befinden.
Die Mandeln spielen bei der lokalen Infektabwehr eine wichtige
Rolle. Sie enthalten Abwehrzellen und erzeugen Antikörper
(körpereigene Abwehrstoffe). Die sich infolge einer Entzündung
vergrösserten Mandeln verengen die Rachenenge, sie können
folglich zu einer mummelnden "klossigen" Sprache,
selten sogar zu Atemschwierigkeiten und Schluckschmerzen
führen, und tragen u.a. auch dem Schnarchen bei. Die akute eitrige (folikulare) Mandelentzündung ist mit Fieber verbunden,
bzw. als Komplikation kann ein Abszess um die Mandel entstehen,
die als eine potentiell lebensgefährliche Komplikation, eine
absolute Indikation für die operative Entfernung der Mandeln
darstellt. Die chronisch entzündeten Herdmandeln sind für
das Organismus nicht mehr nutzbar, sie teilen oft an der
Immunabwehr nicht mehr teil. In solchen Fällen ist die operative
Entfernung der Mandeln indiziert. In Ausnahmefällen werden
auch die gesunden, im Vergleich zu dem Durchschnitt jedoch
physiologisch grösseren Mandeln entfernt, wenn diese die
Atmung behindern, Schluckschmerzen und Schnarchen verursachen.
Die Tageschirurgie
Unter Tageschirurgie versteht
man, dass der Patient die operierende Klinik in der Regel
nach ein Paar Stunden Beobachtung, spätestens jedoch innerhalb
von 24 Stunden nach der Operation mit einem Begleiter auf
eigenen Füssen verlassen kann, und der weitere Heilungsverlauf
bereits zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie gelten strenge
berufliche, soziale und sonstige Voraussetzungen und Anforderungen,
die mit dem Patienten beim Beratungsgespräch (Vorgespräch)
dann geklärt werden, wenn es bereits konkret um die durchzuführende
Operation geht (die Tageschirurgie setzt u.a. der allgemein
gute physikalische Zustand des Patienten ohne schwere Systemerkrankung
vor, der Patient hat ferner für die Organisierung seiner
Abholung von der Klinik und seiner häuslichen Pflege Sorge
zu tragen, er soll ein Telefon zu Hause haben, um sich bei
Problemen oder Beschwerden mit der Klinik und dem operierenden
Arzt jederzeit in Verbindung setzen zu können, usw.).
Aufgaben
vor der Operation
Der Operation soll auf jeden
Fall eine von einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-krankheiten
durchgeführte fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Ihr
Arzt informiert Sie dann über die Untersuchungsergebnisse,
das empfohlene Operationsverfahren, die möglichen Betäubungsformen, die Pflege und Betreuung zu Hause, sowie über evt. auftretende
Komplikationen. Nach den Untersuchungen und dem Beratungsgespräch
kann die Operation nach einer Terminvereinbarung jederzeit
durchgeführt werden.
Die Operation
Am Tage der Operation gibt
zunächst der Patient mit der Unterschreibung der Einwilligungserklärung
sein Einverständnis zur Operation, dann werden die erforderlichen
Laboruntersuchungen durchgeführt. Die Operation kann in
Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung), oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Bei Kindern verläuft die Operation ausschliesslich in Vollnarkose.
Die Gaumenmandeln einschliesslich ihrer Kapsel werden entweder
mit einem herkömmlichen medizinischen Instrumenten oder mit
einem Lasermesser aus dem Muskelbett ausgeschält. Bei den
in Vollnarkose durchgeführten Eingriffen wird der Mund mittels
eines entsprechenden Insrumenten offengehalten, der zum Teil
auf die vorderen Zähne, zum grössten Teil aber auf einen
vom Körper unabhängigen Metalltisch stützt. Die Blutstillung
erfolgt bei grösseren Adern durch Abbindung (Ligatur), bei
kleiner (Haar)gefässen hingegen mit Laser.
Nach der Operation - sowohl in Vollnarkose, als auch in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) durchgeführt - muss der Patient eine Nacht wegen Überwachung in der Klinik verbringen.
Mögliche Komplikationen
Kein Arzt kann eine absolut
komplikationsfreie Operation garantieren. Komplikationen
können nämlich auch nach einem mit der grössten Sorgfalt
und Umsicht durchgeführten operativen Eingriff auftreten.
Die möglichen Frühkomplikationen sind z.B. Blutungen während
und nach der Operation, Fieber, Entzündungssymptome, Schmerzen
bzw. Schluckbeschwerden, vorübergehende Störungen der Geschmacksempfindung
u.a., die sich alle gut behandeln lassen. Sie sollten daher
beim geringsten Anzeichen (z.B. Blutung, Fieber,usw.) der
Entstehung einer Komplikation Ihren Operateur unverzüglich
unterrichten, der für die Behebung der Komplikation Sorge
tragen wird. Als mögliche Spätkomplikation ist z.B. ein partielles
Wiederauftreten der Krankheit zu erwähnen, dem aber durch
eine unter Anwendung der geeigneten Operationstechnik und
mit einer entsprechenden Sorgfalt durchgeführte Operation
vorbeugt werden kann.
Aufgaben nach der Operation
Die
Mandelentfernung ist eine der grössten tageschirurgisch durchführbaren Operationen.
Die bis zu den Ohren ausstrahlenden Schmerzen und
Atmungs-schwierigkeiten nehmen bis zum 5.-7. Tag zu, lassen dann von Tag zu Tag nach,
und dauern im Durchschnitt 10 - 12 Tage lang an. Der Konsum
von scharfen, heissen Speisen und kohlensäurehaltigen Getränken,
sowie das Rauchen sind in dieser Abheilphase untersagt. Man
sollte darüber hinaus auf Tätigkeiten verzichten, die Blutfülle
im Halsbereich verursachen, sowie sich von physischen Überlastungen
enthalten. Es empfiehlt sich ferner für etwa 2 Wochen nach
der Operation viel Flüssigkeit zu trinken und Schmerztabletten zu nehmen.
Kosten
Für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 10.000
HUF > Euro
Preis für die in
Lokalanästhesie durchgeführte Operation: 130.000
HUF > Euro
Preis für die Vollnarkose: 80.000 HUF > Euro
Pflege-/Betreungsgebühr pro Nacht: 30.000 HUF > Euro
50% der Operationskosten hat man als Vorschuss bei
der Anmeldung zur Operation anzuzahlen.
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
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