Der
Nasenpolyp wird von dem Afterglauben als gutartige Geschwulst
gehalten. Einzelne bezeichnen auch vergrößerten Nasenmandeln
als Polyp. Der Nasenpolyp ist die gutartige, sich immer vergrößernde,
wässerige Aufschwemmung der Schleimhaut. Die Ausbuchtung
der Schleimhaut gerät von den Nasenwegen in die Nasenhöhle
hinein, dann ständig vergrößernd füllt diese kontinuierlich
aus. Der genaue Mechanismus der Ausbildung ist noch nicht
bekannt. Wir wissen jedoch sicher, dass mehrere Faktoren
in deren Ausbildung eine Rolle spielen.
Der Nasenpolyp bildet eindeutig als Ergebnis der chronischen
Schleimhautentzündung aus. Darin hat die erhöhte Verschmutzung
der Luft, die Allergene, die erbeigenen und lokalen Faktoren,
das Bronchialasthma und einzelne, für Allergie verantwortliche
Pilzkrankheiten spielen darin eine wichtige Rolle. Etwa 2%
der Bevölkerung leidet an dieser Krankheit. Die Symptome:
gehemmte Nasenatmung, Erfülltheitsgefühl in der Nase, Nasenfluss,
Ausfluss im Nasenrachen, Geruchsstörung. Wie sich der Nasenpolyp
erhöht, so verstärken auch diese Beschwerden.
Infolge der gehemmten Nasenatmung trocknet sich die Schleimhaut
des Halses und des Rachens aus, eine Halsentzündung bildet
sich öfter aus. Die Polypen schließen die Nebenhöhlen,
auch die Austrittsöffnungen der Kieferhöhle, der Stirnhöhle
sowie
die Rostzellen.
Infolge der Obstruktion können weder die Rostzellen noch
die Nebenhöhlen entlüften, sie entzünden sich leicht.
Der Nasenpolyp kann ein- oder zweiseitig sein, kann einen
oder
mehrere Nasenwege, den Naseneingang ausfüllen und kann
in den Nasenrachen, in die Rostzellen und auch in die
Nebenhöhlen hineingeraten. Die Diagnose kann von dem
HNO-Arzt aufgrund
des Nasenspiegelbildes relativ leicht festgestellt werden.
Vor der Operation ein CT, nach der Operation eine histologische
Prüfung, im Bedarfsfall auch ein Allergietest wird durchgeführt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Lösung ist generell
operativ,
deren Ziel die Freisetzung der Nasenhöhle und der Nasenwege
ist, so werden die Nasenatmung und auch die Entlüftung der
Nebenhöhlen der Nase wieder hergestellt. Um die Ausbildung
neuer Polypen zu vermeiden ist Medikation erforderlich.
Infolge der Entwicklung der Abbildungsverfahren, CT, MR
und der Operationstechnik und mit Erscheinung der immer
wirksameren
Medikamente treten jetzt die Nasenpolypen seltener auf.
Heutzutage sind die chirurgische Behandlung der meisten
Nasen- und Nasennebenhöhlenkrankheiten, wie chronische
Nebenhöhlenentzündungen,
Nasenpolyp und Überfunktion der unteren Muschelschleimhaut
erfolgt auf einer sog. endoskopischen Weise, obwohl in
bestimmten, in erster Linie Komplikationsfällen können
die früher angewandten
Eingriffe aus sog. äußerem Aufschluss auch nicht abgelehnt
werden.
Die Anwendung des Endoskops schließt sich eng zu der sog.
funktionellen Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie (Functional
Endoscopic Sinus Surgery: FESS) an, welche die Bewahrung
und Wiederherstellung der normalen biologischen Funktion
der Nase sowie der anatomischen Strukturen in der Nase
vorsieht, mit der möglichst niedrigen Beschädigung der
Gegend.
Aufgaben vor der Operation
Der Operation
kommt in jedem Fall eine HNO-Facharztuntersuchung zuvor.
Für die Entscheidung der Operationsindikation kann eine physische
Untersuchung, eventuell eine endoskopische Untersuchung,
Röntgenaufnahmen (CT), weiterhin die für die Operation erforderlichen
Laboruntersuchungen notwendig sein, abhängig davon, ob der
Patient die Operation mit lokaler Anästhesie oder im Schlafen
durchführen lassen will. Danach informiert der Arzt den Patienten
detailliert über den Zustand der Krankheit und die möglichen
Behandlungsweisen. Dann werden einschl. der für die Operation erforderlichen
Laboratorium- und gegebenenfalls sonstiger zusätzlichen (MRTG,
EKG, interne medizinischen u.s.w.) Untersuchungen, der Arten
der Operationsanästhesie, der eventuellen Komplikationen,
der Aufgaben der Heimbetreuung, der Phasen der Heilung, also
aller Informationen, welche für den Patienten notwendig sind erwähnt,
um zu entscheiden, welche Behandlungsweise bzw. Operation
zu wählen.
Die Nasenpolyp-Operation
Die Intervention
kann im Schlafen (im Kindesalter unbedingt) sowie in lokaler
Anästhesie erfolgen. Die Form der Anästhesie, also ob die
geplante Operation im Schlafen oder mit lokaler Anästhesie
erfolgt, soll von dem Patienten und seinem Arzt nach gemeinsamer
Abstimmung, einzeln bestimmt werden. Während
der Operation entfernt der Arzt die hypertropische Schleimhaut
mittels des durch die Nasenlöcher eingeleiteten,
speziellen optischen Hilfsmittels, sog. Endoskops unter
Kontrolle der Augen.
Nach der Operation - sowohl in Vollnarkose, als auch in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) durchgeführt - muss der Patient eine Nacht wegen Überwachung in der Klinik verbringen.
Nach der Operation
Nach der
Operation bleibt eine kleinere oder größere Wundenoberfläche
zurück, deren Heilung, Überhäutung, ähnlich sonstiger Hautbeschädigungen
ca. 1 Woche beträgt, aber die gesamte Heilung, die Rückkehr
der normalen Funktion der Nase kann mindestens 5-6 Wochen
in Anspruch nehmen. Bis die gesamte Heilung erfolgt, hauptsächlich
in den nächsten Tagen nach der Operation sind das blutig
pigmentierte Nasensekret, Krustung und Stockschnupfen natürliche
Erscheinungen. In der ersten Woche nach der Operation soll
jede physische Belastung, mit Bauchpresse, Hyperämie des
Kopfes verbundene Aktivität (Sport treiben, Beugen, Heben,
heißes Bad) unbedingt, danach auch unter Einhaltung des Prinzips
der Stufenfolge vermieden werden, um Blutungsgefahr zu vermeiden.
Falls irgendeine unerwartete Erscheinung nach dem Verlassen
der Klinik auftritt, in erster Linie Nasenbluten, Fieber,
Schwulst oder Schmerz der Augen bzw. um die Augen, zeigen
Sie das unverzüglich dem operierenden Arzt an.
Mögliche
Komplikationen
Die Komplikationsfreiheit
einer Operation kann von keinem Arzt gewährleistet werden.
Auch neben der vorsichtigsten operativen Intervention kann
eine Nachblutung nach der Ausnahme des Tampons, später auch
eventuell eine Entzündung vorkommen. Diese, eventuell vorkommenden
früheren Komplikationen können jedoch gut behandelt werden.
Deshalb, wenn Sie so irgendein Symptom der Ausbildung jeder
Komplikation erfahren (z. B. Blutung, Fieber), können Sie
den operierenden Arzt Tag und Nacht erreichen, der für deren
Lösung sorgt. In den Phasen der heimischen Heilung kann der
Patient unterschiedliche Symptome beobachten, welche jedoch
nicht immer chronisch sind. Der Wundenschmerz, ggf. erhöhte
Temperatur in den ersten Tagen geben keinen Grund für Sorgen
ab. Von Fall zu Fall kommt ein wochenlang dauerndes fremdes
Gefühl, Taubsein, Abgestumpftheit, eventuell Schmerz in dem
Nasenrücken, auf dem harten Gaumen bzw. in den Schneidezähnen
vor. Die Ausbildung der späteren Komplikationen (z. B. wiederholtes
Auftreten) kann mit einer Operation von entsprechender Technik
und Sorgfalt sowie mit nachträglicher Medikation vermieden
werden.
Aufgaben nach der Operation
Der Mund
des Patienten trocknet sich wegen der Mundatmung schneller
aus, deshalb soll er viel trinken, und möglicherweise soll
der Raum, wo er sich befindet, beschlagen sein. Man soll
Brausen und scharfe Gerichte vermeiden Alle mögliche starke
physische Arbeiten, Beugen, Heben, Sport treiben sind zu
vermeiden, weil diese den Blutdruck in der Nase erhöhen und
so Nachblutung verursachen können. Aus diesem Bedenken ist
das heiße Sitzbad zu vermeiden, statt dessen ist eine schnelle
Dusche empfohlen.
Nach Entfernung des Tampons kann eine kurzfristige Blutung
vorkommen, einige Tage lang kann sich ein dichter Ausfluss,
geronnenes Blut aus der Nase leeren, was normal ist. Es
ist verboten, sich die Nase stark auszublasen. Eine Woche
lang
soll Nasensalbe, Nasenöl verwendet werden, damit sich die
Schleimhaut schneller regenerieren kann.
Die gesamte
Heilungszeit beträgt ca. 2-3 Wochen. Sport treiben wird nach
Ablauf von vier Wochen vorgeschlagen.
Kosten
Für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 10.000
HUF > Euro
Preis für die in Lokalanästhesie durchgeführte Operation: 130.000
HUF > Euro
Preis für die Vollnarkose: 80.000 HUF > Euro
Pflege-/Betreungsgebühr pro Nacht: 30.000 HUF > Euro
50%
der Operationskosten hat man als Vorschuss bei der Anmeldung
zur Operation anzuzahlen.
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
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