Unter
Venektasie versteht man die Erweiterung der
an den unteren Extremitäten oberflächlich liegenden Venen.
Bei ihrer Entstehung
spielen auch erbliche Faktoren (z.B. die Schwäche der Gefässwand,
bzw. des Bindegewebes) mit. Die grundsätzliche Entstehungssursache
der Venenerweiterung ist die Funktionsstörung der Klappen
der Verbindungsvenen zwischen dem oberflächlichen und dem
tiefen Venensystem. Diese Venenklappen lassen normalerweise
das Blut nur in Richtung der tiefen Venen strömen, wenn sie
sich jedoch aus irgendeinem Grund nicht vollkommen schliessen,
kehrt sich diese Blutströmung in Richtung der oberflächlichen
Venen um, und geht somit der im tiefen Venensystem herrschende
höhere Druck auf die oberflächlichen Venen über, deren Wand
vergleichsweise dünner ist, und führt folglich zu deren Erweiterung.
In den erweiterten Venen strömt das Blut langsamer, wodurch
eine Stauung des Blutes auftritt (besonders beim Stillstehen).
Die verschiedenen Venenleiden wie Schmerzen, Spannung
in den Beinen, Müdigkeitsgefühl können darauf zurückgeführt
werden. In den erweiterten Venen kann eine Thrombose,
eine Entzündung entstehen, im späteren sogar - wegen der
ungenügenden
Durchblutung ein Geschwür (Ulkus) am Bein
auftreten.
Behandlungsalternative
Bei Venenerweiterung im
Anfangsstadium bietet sich als mögliche Therapie die Anwendung, Tragung
von Kompressionsstrümpfen verschiedener Kompressions-stufen.
Bei fortgeschrittenen Venenerweiterungen scheint die nach
der erforder-lichen gefässchirurgfischen Untersuchung durchgeführte
Operation der einzige Weg zur vollständigen Heilung zu sein.
Voraussetzung für die Operation ist ein intaktes, tiefes
Venensystem, von dem man sich durch eine Geräteuntersuchung
überzeugen kann. Bei einer rechtzeitig durchgeführten Operation
bekommt man besonders gute Ergebnisse. Die durchschnittliche
Heilungszeit liegt zwischen 3-4 Wochen, d.h. der Patient
kann nach dieser Zeit als arbeitsfähig betrachtet werden.
Die infolge der nur max. 2-3 mm grossen Schnitte zurückbleibenden
winzigen Narben sind ästhetisch schöne Operationsergebnisse.
Untersuchung und Beratungsgespräch
Der Operation
soll auf jeden Fall eine von einem Chirurgen
durchgeführte fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Untersucht werden zu einem
Teil das tiefe Venensystem auf Intaktheit
(bei eventueller Erkrankung des tiefen Wenensystems
kann die Operation an den oberflächlichen
Venen nicht durchgeführt werden), zu anderem
Teil der Zustand der sich zwischen den beiden
Venensystemen befindlichen grössten Klappen.
Aufgrund dieser Untersuchung wird nämlich
die Entscheidung getroffen, welcher Typ
der sich bietenden Operationstechniken angewandt
wird. Ist die Klappe in der Hauptstammvene
nicht erkrankt, braucht man nur die erweiterten
Venen wegzubekommen, ist diese aber beschädigt,
muss auch die ganze Hauptstammvene längelang
entfernt werden. Im Anschluss an diese Untersuchung wird
dem Patienten mitgeteilt, ob er sich vom
chirurgischen Gesichtspunkt aus betrachtet
eignet, an ihm die Venektasie (Varikose) im Rahmen der Tageschirurgie durchzuführen.
Hierbei kommt die Rede auf die Tageschirurgie
als spezielle Behandlungsform, die eventuell
erforderlichen zusätzlichen Untersuchungen
(MRT, EKG, abdominale Ultraschalluntersuchung,
interne medizinische Untersuchungen, usw.)
die Anästhesiearten, die möglichen Komplikationen,
die während des Heilungsverlaufs eventuell
auftretenden Probleme und Beschwerden,
d.h. auf alle Informationen, die für
den Patienten
notwendig sind um sich für die eine oder
andere Behandlungsform oder Operationsart
entscheiden zu können.
Kosten für die Untersuchung und das Beratungsgespräch: 10.000 HUF > Euro
Die Tageschirurgie
Im wesentlichen
besteht die Tageschirurgie darin, dass
der Patient die operierende Klinik,
in der Regel nach ein Paar Stunden Beobachtung,
jedoch spätestens innerhalb
von 24 Stunden nach der Operation mit einem Begleiter
auf eigenen Füssen verlassen kann, sodann
der weitere Heilungsverlauf bereits
zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie
gelten strenge berufliche, soziale und
sonstige, durch das Gesetz geregelte
Voraussetzungen und Anforderungen, über
die man im Laufe des Beratungsgesprächs
eine Auskunft erhält, wenn bereits konkret
über den Ablauf der Operation gesprochen
wird (die Tageschirurgie setzt u.a.
der allgemein guter physikalische Zustand
des Patienten ohne schwere Systemerkrankung
vor, der Patient hat ferner für die
Organisierung seiner Heimbeförderung
und seiner Pflege zu Hause Sorge zu
tragen, er soll über ein Telefon verfügen,
um sich bei Problemen oder Beschwerden
mit der Klinik und dem operierenden
Arzt jederzeit in Verbindung zu setzen,
usw.).
Aufgaben vor der Operation
Der sich am Tag der Operation, im abgestimmten Zeitpunkt darstellende Patient sollte seine Laborergebnisse, Pantoffeln, und ein Nachthemd (Pyjama) mitbringen. Bevor der Patient im Krankensaal ein Bett bekommt, muss eine "ERKLÄRUNG" unterschreiben, in der er die Klinik mit der Durchführung der Operation beauftragt. Dabei muss er die Wundbehandlung zu Hause auch übernehmen. Wichtig!
Hinsichtlich darauf, dass die Operation in Vollnarkose durchgeführt wird, man darf bis 24:00 Uhr des vorherigen Tages essen und trinken; für die Operation muss man mit leerem Magen kommen!
Wir bitten Sie, die regelmäßig einzunehmenden Medikamente im üblichen Zeitpunkt und in der vorgeschriebenen Dose einzunehmen! Nehmen Sie bitte die in der Früh einzunehmenden Medikamente zu Hause, vor der Abfahrt ein, wenn Sie solche Pillen auch haben, die tagsüber auch eingenommen werden müssen, nehmen Sie bitte diese auf die Klinik auch mit!
Die Venektomie
/Venenresektion/
Am Tage
der Operation werden zunächst die erforderlichen
Laboruntersuchungen durchgeführt, der Patient
gibt mit seiner Unterschrift sein Einverständnis
zur Operation, und zahlt dann die Operationsgebühr
ein. Unmittelbar vor der Operation geben
wir dem Patienten eine Vorbereitungsspritze bestehend
aus einer Kombination von Schmerzstillungs-
und Beruhigungsmitteln. Die Operation kann
in
Lokalanästhesie (örtlicher
Betäubung),
Spinalanästhesie (Epiduralanästhesie)
oder
in Vollnarkose durchgeführt
werden. Den grössten Teil der operativen
Eingriffe
führen wir in Lokalanästhesie durch, bei
der wir dem Patienten ins Operationsgebiet
eine 1%- ige Lidocainlösung einspritzen.
Die Operation besteht im wesentlichen darin,
dass wir die Hauptstammvene -soweit deren
Entfernung erforderlich ist, durch die
am Oberschenkelwurzel und dem Fussknöchel
gesetzten 3 cm grossen Hautschnitte freilegen
und mittels einer eingeführten Kunststoffkanüle
aus dem Oberschenkel ziehen. Die erweiterten
Seitenäste werden durch 2-3 mm grosse Hautschnitte
je einzeln entfernt, und die betroffene
Extremität mit einer Fatsche (Wickelbinde)
eingewickelt.
Die Operation
dauert 15-60 Minuten.
Mögliche Operationsfolgen
Kein Arzt kann eine absolut
komplikationsfreie Operation garantieren. Komplikationen
können nämlich auch nach einem mit der grössten Umsicht durchgeführten
operativen Eingriff entstehen. Die möglichen Frühkomplikationen wie Nachblutung, oder Entzündung der Wunde lassen sich (z.B.von
den Schmerzen, der Hautrötung und Hautwärme) leicht erkannt
werden. Sie können sich daher beim geringsten ungewöhnlichen
Anzeichen (Blutung, Fieber, usw.) jederzeit an Ihren operierenden
Arzt wenden, der für die Behebung der Komplikation sorgen
wird. Während des Heilungsablaufs zu Hause kann der Patient
verschiedene Veränderungen an sich wahrnehmen, die aber nicht
unbedingt pathologisch sind. Solche Veränderungen sind z.B.
die Anschwellungen und die von bläulichen bzw. ins Lila spielenden
Verfärbungen der operierten Extremität, die in wenigen Wochen
spurlos verschwinden, bzw. resorbiert werden. Als mögliche
Spätrezidiv (Spätkomplikation) ist das Wiederauftreten der
Venektasie (Varikose) zu erwähnen, das aber nicht zu bedeuten
hat, dass die entfernten Venen wieder nachwachsen, sondern
sich die Venen an anderen neuen Stellen erweitern. Den Spätrezidiven,
d.h. einem Wiederauftreten des Leistenbruchs u.a. kann der
Patient durch das Vermeiden aller übermäßigen Belastungen
(physiche Schonung) in den ersten Monaten nach der Operation,
bzw. der Arzt durch eine mit entsprechender Operationstechnik
und Sorgfalt durchgeführte Operation vorbeugen. Die korrekte
Operationstechnik ist zuständig dafür, dass dieses Spätrezidiv
-soweit möglich nicht auftreten kann.
Aufgaben nach der Operation
Der operation
soll in der Regel eine 6-8stündige Beobachtung
des Patienten folgen, während der sich die physiologischen
Funktionen (Blutdruck,
Urin) stabilisieren, und die erschlaffende, ermattende Wirkung
der Spritze nachlässt bzw. aufhört, und der Patient die Klinik
auf eigenen Füssen jedoch mit einer Begleitperson verlassen
kann.
In der
ersten Woche nach der Operation hat man sich von physischen
Belastungen zu enthalten, eine ständige Bettruhe
ist jedoch
nicht erforderlich. Anlässlich der Kontrolluntersuchung
eine Woche nach der Operation kommt es -wenn es soweit
ist zur
Fadenentfernung. Die zweite Kontrolle ist in vier Wochen
fällig, dann untersuchen wir den geheilten Zustand.
Die durchschnittliche Heilungszeit beträgt 4 Wochen, denn
zur vollständigen Resorption der Blutergüsse (Hämatome)
wird so viel Zeit benötigt. Während der Heilungszeit
ist physische
Schonung zu empfehlen.
Kosten
Für Patienten mit gültiger Sozialversicherungs-ID-Karte (TAJ):
Für in Lokalanästhesie durchgeführte
Operationen: 0 HUF (von OEP bezahlt)
Für die Vollnarkose: 40.000 HUF (optional) > Euro
Pflege-/Betreuungsgebühr pro Nacht: 0 HUF
Gebühr für die Kontroluntersuchungen: 0 HUF (von OEP bezahlt)
Für unsere Patienten sichern wir klimatisierte Ein- oder Doppelbettkrankensäle mit Fernseher, Telefon und WiFi ausgestattet, wir sichern einen persönlichen Pfleger und Speise, welche keine weiteren Kosten für den Patienten bedeuten.
Für Patienten mit keiner gültiger Sozialversicherungs-ID-Karte (TAJ): Weiter...
Für in Lokalanästhesie durchgeführte
Operationen: 120.000 - 160.000 HUF > Euro
Für die Vollnarkose: 80.000 HUF > Euro
Pflege-/Betreuungsgebühr pro Nacht: 30.000 HUF > Euro
Gebühr für die Kontroluntersuchungen: 5.000 HUF > Euro
50% der jeweiligen Gebühr ist als Vorschuss anlässlich der Anmeldung zur Operation anzuzahlen.
Die oben angeführten Preise sind informativ, die effektiven Gebühren können von diesen in Abhängigkeit des Schweregrades der Krankheit abweichen.
Für unsere Patienten sichern wir klimatisierte Ein- oder Doppelbettkrankensäle mit Fernseher, Telefon und WiFi ausgestattet, wir sichern einen persönlichen Pfleger und Speise.
Anmeldung:
Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 20 Uhr.
Telefon: + (36 1) 266 7766
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